Umzug

Nun da ich umgezogen bin, komme ich komischerweise auch in diesen Blog wieder rein. Werde trotzdem weiterhin hier posten:

http://irina-hipetinger.blogspot.com/

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Tränen, Windpocken und Kaiserschnitte

...und das alles in einer Woche. Es gibt viel zu erzählen, wo fange ich an?

 

Also, am Tag des Tornados kamen meine Schwester und ihre Familie hier an. Mein Neffe hatte leider eine Erkältung bei der Ankuft, aber die haben wir recht schnell in den Griff bekommen. Aber vorher hat sich meine Schwester noch schnell angesteckt.

 

Dadurch haben wir uns aber natürlich nicht vom Shoppen abhalten lassen. Da mein Schwesterherz in den ersten Tagen von den Eindrücken hier etwas erschlagen war, hat sich die Ausbeute aber in Grenzen gehalten. Aber wir hatten ja noch viel Zeit, dachten wir zumindest. Als die Erkältungen abgeklungen waren, entdeckte meine Schwester viele nette kleine rote Punkte am Oberkörper ihres Sohnes, die sich als Windpocken entpuppten. Es war zum Glück nicht so schlimm und er war rundum fit, so dass wir schon am Tag darauf wieder etwas unternehmen konnten.

 

So fuhren wir zum Stone Mountain, dabei handelt es sich um einen Berg der aus einem gingantischen Stein besteht und auf der Seitenwand sind 3 Präsidenten eingemeisselt (Nein, es ist nicht Mount Rushmore! - das ist der mit den 4 Köpfen). Mutig wie wir sind, haben wir beschlossen nach oben mit der Gondel zu fahren und zu Fuss runter zu gehen. Nachdem uns der Gondelfahrer glaubhaft versichert hat, dass wir das nie und nimmer schaffen und höchstwahrscheinlich abstürzen werden, haben wir es sein lassen. Als wir die Oberfläche des Berges betrachtet haben, war uns klar worauf der gute Mann hinaus wollte: eine unebene Steinkugel und es ging ziemlich steil bergab und wir hatten 2 Kinderwagen und 3 Kinder dabei! Der gute Mann hat uns dann sogar eine Freifahrt nach unten spendiert!

 

Und die Shoppingtouren gingen weiter. Um die Kinder ein wenig zu entschädigen, haben wir zwischendurch eine Art Volksfest aufgesucht. Leider war die Veranstaltung so aufregend wie ein umgefallenes Fahrrad in Timbuktu. Es war vergleichbar mit einem Volksfest in Hintervorderunteroberhausen. Also gingen wir wieder.

 

Am Wochende feierten wir eine fette Party - also, naja, die Geburtstagfeier einer 3jährigen. War im Grossen und Ganzen sehr nett. Wir haben ein paar Arbeitskollegen meines GöGa eingeladen. Die Kinder hatten auf jeden Fall ihren Spass. Wir haben unserer Grossen eine kleine Hüpfburg geschenkt. Ich hab meinen Mann mit Mühe und Not davon abhalten können eine freizeitparkreife Ausgabe zu kaufen.

 

 Am Abend hatte mein Neffe die nächste Überraschung für uns parat. Sein Fussgelenk war ziemlich stark angeschwollen und hatte eine merkwürdige Farbe. Also am nächsten Morgen ab zum Doktor. Im Grunde war es eine eeeeeeeeeewige Warterei mit ein paar kurzen Unterbrechungen. Zuerst anmelden, warten, Termperatur messen und wiegen, warten, ins Behandlungszimmer gehen, warten. Dann kam endlich der Arzt, sah sich den Fuss an und meinte dass sehe nach einer Blutvergiftung aus und erzählte uns was von Quarantäne und Krankenhaus. Aber zuerst wolle er sich das Blutbild ansehen. Er ging und nach einer Weile kam eine Krankenschwester zum Blut abnehmen. Es war die reinste Folter, für das arme Kind und für uns. Nachdem der erste Arm kein Blut hergab, mussten wir ihn ablenken damit sie am zweiten Arm herumwerkeln konnte. Wieder warten. Das Blutbild ergab zum Glück nur einen Virus, keine Blutvergiftung - Aufatmen. Wir haben die entsprechenden Medikamente verschrieben bekommen und konnten nach weiteren 30 Min. Wartezeit endlich gehen. Leider hatte meine Schwester vergessen vor der Abreise eine Auslandskrankenversicherung abzuschliessen, also heisst es selber zahlen. Aber was bleibt einem anderes übrig wenn das Kind krank ist! Zum Glück ging es ihm schnell besser.

 

 Tja und dann war es schon wieder Zeit für die drei abzureisen. Zum Glück hatte ich einen Arzttermin an dem Tag und war ein wenig abgelenkt dadurch. Schon eine Stunde bevor ich los musste, gingen meine Schwester und ich uns aus dem Weg und vermieden einander in die Augen zu sehen. Wir schlichen durch das Haus und taten so als hätten wir mal hier was zu tun, mal da, es machte das ganze ein klein wenig leichter. Wir machten den Abschied so kurz wie möglich, aber als ich vom Arzt wieder nach Hause kam und das leere Haus sah, konnte ich einfach nicht anders. Ich hab erstmal eine Stunde lang geheult. Erst am nächsten Tag ging es wieder einigermassen. Und in 2 Wochen kommen meine Eltern, die beiden werde ich wahrscheinlich gar nicht mehr gehen lassen.

 Ich gestehe, einen teuflischen Plan zu hegen. Ich werde sie einfach kidnappen und verstecken. "Ich schwöre Officer, ich habe sie zum Flughafen gefahren, keine Ahnung wo sie stecken!" Seht ihr, ich übe schon meinen Text für das FBI.

 

Und kaum waren meine lieben Verwandten abgereist bin ich selbst zum Opfer einer Mittelohrentzündung geworden. Der Arzt bei dem ich war, hat mich für soetwas wie einen Alien gehalten. Hier muss man nämlich vor der ersten Untersuchung seine komplette Lebensgeschichte erzählen und bei Geburten strich er wie selbstverständlich Kaiserschnitt an, darauf ich: "Es waren spontane Geburten", er sah mich an als käme ich von einem anderen Stern und fragte: "Sie haben vaginal entbunden?" "Öhm ja, und!?" "Alle beide? Wie war das denn so? Ich muss ihnen sagen, ich habe meine Praxis seit 12 Jahren und ich kenne keine einzige Frau die spontan entbunden hat!". Er hat mir daraufhin erklärt, dass es hier sehr unüblich ist selbst zu entbinden, hier stehen Kaiserschnitte an der Tagesordnung. ich habe letztens auch die Geschichte von einer Frau hier gehört, die ins Krankenhaus kam und spontan entbinden wollte. Daraufhin kamen sämtliche Ärzte in den Kreissaal weil sie soetwas mal live miterleben wollten!

 

Eine passende Überleitung habe ich nicht, also: ich habe meinen FÜHRERSCHEIN!!! Ich gebe zu erst beim zweiten Versuch bestanden zu haben, aber des is mir sooooo wurscht, Hauptsache ich hab ihn.

 

So und nun gratuliere ich jedem der sich bis hierhin durchgekämpft hat, es war diesmal ein langer Bericht. Bis zum nächsten Mal. Winke, Winke! 

1 Kommentar 29.5.08 22:20, kommentieren

Tornados und andere Katastrophen

Irgendwie komme ich zur Zeit kaum zum schreiben. Es mangelt ja nun wirklich nicht an Material, nur die Tage vergehen viel zu schnell und ich schaffe es nicht ein paar Minuten für meinen Blog zu erübrigen. Aber jetzt hab ich Unterstützung: meine liebe Schwester ist samt Familie hier. Und während sie unsere kleinen "Monster" ins Bett bringt, widme ich mich still und heimlich meiner Seite.

Was gibt es Neues bei uns!? Ein Tornado hat Georgia heimgesucht. Bei uns ist er zum Glück nicht vorbei gerauscht, aber Atlanta hat es ziemlich heftig erwischt. Am schlimmsten beschädigt ist das CNN Center und die Phillips Arena, in der sollte übrigens ein Eishockeyspiel stattfinden für welches mein Göttergatte und mein Schwager Tickets haben! Wir müssen jetzt erstmal rausfinden ob da überhaupt noch was gespielt wird.

Heute nachmittag haben wir der Hauptstadt unseres Staates mal einen Besuch abgestattet und festgestellt, dass die Aufräumarbeiten sehr schnell voran gehen. Der rote Sessel der vor das CNN Center aus der 28. Etage geschleudert wurde ist auch schon entfernt worden (genau dieses Bild vom roten Sessel wurde durch sämtliche Sender gereicht). Das Aquarium sollte unser eigentliches Ziel werden, aber die angerichteten Schäden haben uns mehr gefesselt. Riesige Wolkenkratzer mit ausgeschlagenen Fenstern, einige bereits mit Spanplatten bedeckt. Häuser, denen Wände und Dächer fehlen, ausgerissene Bäume und Zäune, umgefegte Säulen und so weiter und so fort.

Aber ich bin sicher, dass Atlanta innerhalb kürzester Zeit in altem Glanz erstrahlen wird. Die Amerikaner bringen ihre angeschlagene Fassade grundsätzlich schnell wieder auf Fordermann. Ihr wisst ja, nach Aussen hin muss alles perfekt sein!

 

Themawechsel: wir haben uns ein zweites Auto gekauft. Nein, wir sind nicht Grössenwahnsinnig. Ohne Auto kommt man hier einfach nicht weit. Der nächste Supermarkt ist 3 Meilen (ca. 5 km) entfernt und der nächste halbwegs akzeptable Spielsplatz ganze 5 Meilen. Die Suche hat viel Zeit und Nerven in Anspruch genommen, aber wir waren schlussendlich erfolgreich. Jetzt habe ich keine Ausrede mehr, jetzt MUSS ich meinen Führerschein machen.

 

Wir haben endlich auch unseren Kurzurlaub gebucht. Ich habe lange gesucht bis ich ein perfektes kleines Örtchen in Florida entdeckt habe. Jetzt kann ich es kaum erwarten endlich ans Meer zu fahren und meine abgespannten Füsse in den weissen Puderzuckersand zu stecken. Männe übernimmt die Kinder und ich werde endlich wieder lesen (aber erzählt ihm nichts davon, sonst weigert er sich noch mitzufahren) 

 

So und nun ich auch schon wieder los...bis zum nächsten Mal! 

 

17.3.08 02:40, kommentieren

Vorschriften

Die USA nennt sich selbst und ist auch ja bekannt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Nun, die Begrenzungen fangen wohl in unserem Garten an.

Wir wollten unseren Zaun frisch lackieren und haben deshalb unseren Vermieter kontaktiert, ob das auch in Ordnung ist. Sie fand das toll und hat uns gleich mal die Richtlinien für unser kleines Dörfchen geschickt. Ein Wink mit dem Zaunpfahl dass Pink als Farbe nicht in Frage kommt (wie schade!).

Brav wie ich bin, hab ich das Ding natürlich gelesen und war, sagen wir mal, sehr überrascht (milde ausgedrückt). Die Vorschriften für unseren kleinen Ortsteil besagen nämlich folgendes:

1. wenn ich einen Basketballkorb aufstellen will, dann darf er nur in der Auffahrt angebracht werden und darf keine anderen Farben als weiss, grau oder schwarz enthalten. Alle anderen Farben sind verboten.

 

2. sollte ich mir einbilden ein Spielset im Garten aufzustellen, muss ich ihn mir erst genehmigen lassen, obwohl unser Grundstück umzäunt ist. Sollte er zu hoch sein, wird er nicht genehmigt. Leider wussten wir das nicht, bevor wir dieses Riesending gekauft hatten!

 

3. vor dem Haus darf nichts abgestellt werden: kein Kinderfahrrad, kein Aschenbecher (unserer wurde uns am 2. Tag hier geklaut - Zufall? Ich glaube nicht!) und natürlich auch kein Boot. Toll, was mach ich jetzt mit meiner Yacht? Aufs Dach stellen? (sollte ein Scherz sein, wir haben keine - noch nicht )

 

4. und das ist mein absoluter Liebling: an Fenstern, die von aussen sichtbar sind, darf man keine farbigen Vorhänge anbringen, sie dürfen weiss, beige oder grau sein. Sonst wäre die schöne Fassade dahin.

 

...ich hab mir die besten rausgepickt, die Liste ist ellenlang.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es toll hier. Aber manche Dinge sind so kurios, dass sie für uns Europäer einfach unbegreiflich sind.

Wie die nette Dame, die täglich die Post bringt. Sie ist einfach göttlich in ihrem kleinen, weissen, türlosen Auto. Sie fährt vorsichtig im Schritttempo durch die Strassen und bleibt vor jedem Briefkasten stehen und wirft die Post ein. Päckchen werden neben dem Briefkasten abgestellt und das alles ohne Auszusteigen. Eines Tages passierte nun etwas Unvorhergesehenes: vor unserem Haus stand ein LKW und BLOCKIERTE den Briefkasten. So, was tun? Abwarten? Dauert zu lange. Aussteigen? Ausgeschlossen! Da gibt sie unsere Post einfach dem Fahrer des LKW und bittet darum sie uns zu übergeben - ist das nicht nett?

2 Kommentare 2.3.08 20:26, kommentieren

Führerscheine und Alarmanlagen

Wenn man sich in den USA niederlässt muss man auch einen amerikanischen Führerschein machen. Alex hat dafür gebüffelt, hat sich aber wegen der Sprache noch nicht recht getraut und ich hatte einfach nicht genug Zeit um zu lernen. Da haben wir zufällig rausgefunden, dass es hier an einigen Stellen die Möglichkeit gibt die Prüfung auf deutsch abzulegen. So fuhren wir gestern Nachmittag zur Führerscheinstelle und wollten mal nachfragen ob das geht. Erstmal die übliche Prozedur: anstellen, irgendwas ausfüllen, Nummer kriegen, warten. Und warten und warten. War zum Glück noch nicht so viel los.

Nachdem wir die nette Dame, die uns schliesslich aufgerufen hatte, überzeugt hatten dass Karaganda nicht der Zweitname meines Mannes ist, sondern der Geburtsort, wurden wir an einen Herren weitergeleitet der tatsächlich einen Test auf deutsch finden konnte!!! Ich hab die Prüfung ja mangels Vorbereitung nicht abgelegt, also bestand meine Aufgabe darin Daumen zu drücken bis sie blau wurden. Und es hat geklappt, mein Mann ist einfach ein Genie. Die theoretische Prüfung hat er bestanden. Dann ging es zur praktischen Prüfung. Aber so einfach wie man meinen möchte ist es nicht. Die Prüfung wird im eigenen Auto abgelegt, aber zuerst wird überprüft ob der Wagen einem WIRKLICH gehört. Wir hatten den Versicherungsschein dabei, aber das war nicht genug. Der Prüfer bestand auf den Vertrag, aber den hatten wir natürlich nicht dabei. Also zurück nach Hause, was wieder eine Stunde Fahrt bedeutete. Hilft ja alles nix, also Vertrag geholt und sich wieder angestellt. Und wieder warten bis sich jemand erbarmt und um uns kümmert.

 Das Problem ist, dass man auf diese Menschen angewiesen ist. Du brauchst deinen Führerschein und das wissen diese Schweinebacken. Auf eine perverse Art und Weise haben sie also eine gewisse Macht über dich und das nutzen sie gnadenlos aus. Wenn du aufmuckst, fällst halt durch. Also brav lächeln und den Mist schnellstens hinter dich bringen. Der Alex war schon auf 180, hat die Prüfung aber schliesslich und endlich mit Bravour bestanden und konnte sich endlich über seinen Führerschein freuen!!! Ich hab diese Tortur noch vor mir, aber erstmal muss ich mich vorbereiten.

 

 Eine kleine Anekdote muss ich euch noch schnell erzählen. Alex sollte für 3 Tage verreisen und ich, kleiner Schisser, habe darauf bestanden dass er die Bedienungsanleitung für unsere Alarmanlage aus dem Netz zieht und für mich aktiviert. Aber er ist ja ein Mann. Ein RICHTIGER Mann braucht keine Bedienungsanleitung, der schafft es auch so! Ich war grad oben und habe Wäsche aufgehängt (ja, die Maschine wäscht immer noch ) als ich ein Piepsen hörte. Auf meine Nachfrage was er denn da unten mache, meinte der Alex: nix, er probiert nur was aus. Mir schwante Übles! Ich sagte er solle die Finger davon lassen und erst nachlesen wie das Ding funktioniert. Aber nein, frei nach dem Motto: ICH MANN HABE FEUER GEMACHT TIERE MIT BLOSSEN HÄNDEN ERLEGT BRAUCHE KEINE ANLEITUNG! Ok, aber wenn die Polizei plötzlich vor der Tür steht dann würge ich dich. Keine 2 Minuten später ging plötzlich ein ohrenbetäubender Lärm los!   Wir rannten herum wie zwei kopflose Hühner und drückten auf sämtliche Knöpfe, aber es hörte nicht auf. Mir fiel dann ein, dass der Code für dieses laute Ding irgendwo in den Papieren stand. Also schnell Code suchen, mein armes Kind hielt sich die ganze Zeit über die Ohren zu. Dann hab ich den Code endlich gefunden und dieses Getöse abgestellt. Und Lukas schlief als wäre nichts gewesen! Der einzige Kommentar meines Mannes dazu: Jetzt wissen wir wenigstens, dass die Alarmanlage funktioniert!

 

Zu seiner Verteidigung muss ich sagen, dass er die Reise meinetwegen abgesagt hatte und als lebendige Alarmanlage zuhause geblieben ist. Das macht alles wieder gut

 

1 Kommentar 7.2.08 16:56, kommentieren

Über Gesundheit, Marihuana und das Sozialamt

Ich bin krank. Eigentlich war mir das schon in Deutschland klar, dass es passieren wird und trotzdem hatte ich irgendwie gehofft dieser Kelch wird an mir vorüber gehen. Tja, Pech gehabt. Es ist bei mir nämlich immer das Gleiche. Wenn ich unter Strom stehe und beschäftigt bin, werde ich nicht krank. Erst wenn ich mich entspanne und locker lasse, dann kommt es richtig dicke. War schon so, als ich noch gearbeitet habe. Stress in der Arbeit - kein Problem, aber Urlaub - krank! Das hier ist so ähnlich.

 Der Allgemeinzustand hat sich ja inzwischen stabilisiert, aber diesen fiesen Husten krieg ich einfach nicht los. Ihr kennt doch bestimmt alle diese Märchen, dass Männer bei der Bundeswehrmusterung husten müssen und ihre Bällchen dabei "untersucht" werden? Nun ja, sagen wir bei einem solchen Husten würden die Bällchen Bekanntschaft mit den Mandeln machen! Das nur zum bildlichen Vergleich. Aber ich will ja nicht zu viel meckern, schliesslich werfe ich den männlichen Artgenossen ja selbst immer vor beim kleinsten Anflug von Erkältung den sterbenden Schwan zu mimen.

Wir wollten noch kurz den Arzt aufsuchen, weil ich als stillende Mama ja nicht alles mögliche nehmen darf, aber aus Zeitmangel haben wir es sein lassen, aber am nächtsten Tag wollte ich es nachholen! Aber es kam anders, denn ein netter Brief kam ins Haus geflattert, welcher besagte dass wir nicht mehr krankenversichert sind, weil der Arbeitgeber die Prämie nicht bezahlt hat! Der gleiche Mensch, der für das fehlende Wasser und den Strom verantwortlich war.Ich war so stinksauer, wenn diese Person vor mir gestanden wär, dann hätte ich ihn Facam ab table und $%&§$%=/&%$(&/§$!"& (falls das jemand nicht verstanden hat, ist das schon ok, das sind keine guten Wörter). Später hat sich rausgestellt, dass alles nur ein Missverständnis seitens der Krankenversicherung war. Nochmal Glück gehabt, kleines Schweinchen.

 Was ich euch schon letztes Mal erzählen wollte und ganz vergessen hatte: Hier gibt es in der Dorfzeitung (sowas wie "Die Woche" ja eine kleine, nette Rubrik die da heisst "POLICE BLOTTER". Darin stehen die ganzen bösen Menschen, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ein Fahrzeug gesteuert haben. Das wäre ja alles halb so wild, wenn die nicht die Namen, das Alter und den Wohnort der Schwerstkriminellen mit veröffentlichen würden, aber es liest sich quasi wie folgt (und das ist NUR ein Beispiel!!!):

"Irinos Ruderos*, 28, aus Schlagmichtot hat unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug auf der Strasse Soundso geführt und hatte ausserdem noch 10 g Marihuana dabei. Sie wurde von der Polizei unter heftigem Protest abgeführt." (*Name von der Redaktion geändert.)

Stellt euch mal so einen Bericht in den Waldkraiburger Nachrichten vor! Jeder würde doch mit dem Finger auf einen zeigen, aber genau darum geht es wahrscheinlich auch. Soll wohl einen Abschreckeffekt haben. Ich glaube aber das funktioniert nicht so recht, denn irgendwie werden es immer mehr. Heute waren es überwiegend Rentner, vielleicht wurde die Rente gekürzt oder so.

 Das bringt mich auch schon zum Sozialamt. Da mussten wir nämlich am Dienstag hin um endlich unsere Sozialversicherungsnummer zu beantragen. Kaum dort angekommen, durften wir uns auch schon ein paar Nummern ziehen, Platz nehmen und abwarten, bis so eine nette Stimme unsere Nummer durchsäuselte. Bis es soweit war vergingen geschlagene 2 Stunden. Meine armen Babies müssen mit ihren Eltern schon was mitmachen. Zum Glück habe ich für Lukas ein Fläschchen mitgenommen, denn in dieser Sardinenbüchse stillen zu müssen wäre nicht gegangen. Die hätten mich dafür wahrscheinlich gelyncht, das sehen die Amis nämlich gar nicht gern. Komisch, sie lieben Kinder und Stillen ist das Beste, aber bitte nicht in der Öffentlichkeit! Diese Lektion hab ich schon vor 2 Wochen in der Bank erhalten, aber das ist eine andere Geschichte.

 So das reicht auch für heute. Ach ja, wenn es jemanden interessiert, die neue Waschmaschine wäscht gut! Aber jetzt ist mein Trockner kaputt!!!

 

2 Kommentare 25.1.08 04:20, kommentieren

Die Waschmaschine - the never ending story...

Auf Anraten eines Arbeitskollegen haben wir unsere Waschmaschine und unseren Trockner in den Container gepackt. Da die amerikanischen Geräte angeblich nicht so gut waschen. Wir haben ja die ersten 2 Nächte im Motel verbracht und dann hatten wir ja kein Wasser, also war an Wäsche waschen nicht zu denken. Daher hat sich schon ein bisschen Wäsche angesammelt, aber es hielt sich in Grenzen.

 Denn bald können wir ja unsere Waschmaschine anschliessen. Denkste! Zuerst haben wir nen teuren Anschlusskabel gekauft, der nicht passte. Macht ja nix, Kabel wieder zurückgebracht. Und der Wäscheberg wuchs!

Wir haben brav einen Transformator bestellt, der kam auch 3 Tage später an. Festgestellt, dass der Transformator nur für die Waschmaschine, aber nicht für den Trockner geeignet ist. Nicht gut, aber zumindest kann ich waschen. Dachte ich zumindest. Der deutsche Wasserschlauch passt nicht! Und der Wäscheberg wuchs!

Neue Anschlüsse gekauft. Tja, die passten leider auch nicht. Also musste ein neuer Wasserschlauch her. Gesagt, getan - neuen Wasserschlauch gekauft. Und HALLELUJA - es passte alles! Ich konnte endlich waschen! Erste Ladung rein, Maschine wäscht, kein Mensch kann sich die Glückseligkeit in diesem Moment vorstellen. Doch das Glück währte nicht lange. Die Maschine machte komische Geräusche. Alex schaute sich das ganze mal an und kam mit einem Gesichtsausdruck nahe der Trauer herunter. Die Pumpe hatte sich verabschiedet! Und der Wäscheberg wuchs.

Das war der Moment an dem wir aufgaben, wir beschlossen eine neue Maschine zu kaufen. Gleichmal online eine ausgesucht und am nächsten Tag im Laden bestellt. Es ist ja so dass es hier überwiegend Toplader gibt. Zurzeit scheinen die Frontlader aber IN zu sein, sodass die überall angepriesen werden als hätten die Amerikaner sie gerade eben erfunden und die Preise verhalten sich entsprechend. Trotzdem Frontlader gekauft, da gerade die Toplader nicht so gut waschen sollen. Soll morgen, so Gott will, tatsächlich geliefert werden. Auf dass der Wäscheberg nicht weiter wachse!

Wird es jemals ein Ende in unserer Wäsche-Odyssee geben? Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

2 Kommentare 15.1.08 19:28, kommentieren