Aufbruch in eine neue Welt

Bereits einige Tage vor der Abreise hatte ich einen dicken Kloss im Hals. Die ersten Tränen rollten aber erst am letzten Abend als ich meine Mama gesehen habe. Zu sehen wie meine kleine Tochter ihr über die Wange strich und sie umarmte, schnürte mir regelrecht die Kehle zu. An diesem Abend kamen sehr viele Leute um sich von uns zu verabschieden, aber genau dieser Moment hat sich mir besonders eingeprägt.

Um halb 5 Uhr morgens waren wir schliesslich fertig und machten uns auf, uns von unserer Familie zu verabschieden. Der Abschied ist uns sehr schwer gefallen, aber es war ja auch nicht anders zu erwarten. Auch die Fahrt zum Flughafen verlief sehr ruhig. Niemand sprach, alle waren in Gedanken versunken. Erst am Flughafen taute die Stimmung etwas auf.

Als wir uns schliesslich tränenreich verabschiedet hatten und die Sicherheitskontrolle hinter uns gebracht hatten, konnte ich erst richtig durchatmen. Es ging tatsächlich los!

Vor dem Fliegen habe ich keine Angst, aber ich machte mir wahnsinnige Sorgen um meine Babies. Wie sich noch zeigen sollte aber völlig umsonst. Der Flug nach Frankfurt dauerte nur 40 Minuten und da das Gepäck automatisch zum nächsten Flieger überführt wird, mussten wir dort nur noch das passende Gate finden und warten. Das Boarding begann rechtzeitig und das Einsteigen ging auch zügig voran, doch leider mussten wir eine geschlagene Stunde im Flieger warten bis es losgehen konnte. Glücklicherweise hatte ich einen freien Platz neben mir und Alex einen freien neben sich (wir sassen getrennt). Daher hatte Julia genügend Freiraum um sich bewegen zu können. Deshalb haben wir den Flug auch so gut überstanden.

Atlanta ist der umständlichste Flughafen auf dem ich jemals gewesen bin! Erstmal muss man zur Passportkontrolle. Die Polizisten verstehen da überhaupt keinen Spass und lassen sich viel Zeit bei der Kontrolle. Wenn man das hinter sich hat und das Glück hatte nicht gefilzt zu werden, darf sich erstmal seine Koffer holen um sie gleich danach, an anderer Stelle, wieder abzugeben. Dann fährt man mit der Bahn zur Endstation, wo man seine Koffer wieder abholen darf.

 Zwischendrin waren wir noch kurz bei der Autovermietung, da machte mein Kleiner erstmal Radau. Da er Hunger hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als in der Ecke im Stehen zu stillen. Als wir endlich im Bus sassen, Richtung Autostation, war Julia auch schon am Ende. Der Busfahrer war ihr anscheinend unheimlich und sie find ganz herzzerreissend zu weinen an. Wir haben sie kaum beruhigen können, als wir schliesslich vor unserem Auto standen ging es wieder.

 Eine ganz liebe Frau namens Trish von der Autovermietung half uns mit dem Kindersitz und unterhielt mich während mein Mann mit aller Kraft versuchte unsere 6 Koffer in den Wagen zu stopfen. Dann konnte es endlich losgehen: zu unserem neuen Heim!

 

 

28.2.05 17:13

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